Print-on-Demand-Anbieter sind White-Label-Lieferanten bzw. Dienstleister, die im Auftrag von Sellern, Designern und anderen Nutzern Textilien oder andere Print-Produkte bedrucken. Nach den Prinzipien Print-on-Demand (POD) und Dropshipping werden die Produkte auf hierfür vorgesehenen Plattformen zum Verkauf angeboten. Die POD-Anbieter fertigen die Produkte auf Bestellung und verschicken sie auf direktem Weg an den Endkunden. Je nach Geschäftsmodell und POD-Nutzer unterscheiden sich die Leistungen der Anbieter entsprechend, wobei es nicht selten auch zu Überschneidungen kommt.

Hintergrund: Print-on-Demand

Auf Grundlage des digitalen Textildirektdrucks (DTG) entstand das Verfahren Print-on-Demand. Im Textildruck-Bereich war es hierdurch möglich, Klein- und Einzelauflagen auf Anfrage herzustellen. In Verbindung mit dem Dropshipping-Prinzip ist es heutzutage möglich, Designs auf Plattformen wie Shops oder Marktplätzen zum Verkauf anzubieten. Geht dort eine Bestellung ein, stellt der POD-Dienstleister das Produkt her und versendet es im Namen des Verkäufers bzw. Nutzers an den Endverbraucher.1

Illustration: Dropshipping-Prinzip

Kunde bestellt im verknüpften Shop > Bestellung wird vom POD-Anbieter übermittelt und produziert > Produkt wird direkt an den Kunden versendet

 

Bei den Produkten handelt es sich um White-Label-Waren, die über keinen Namen verfügen – ausgenommen ist in der Regel der Name des Textilherstellers. Durch Dropshipping und individuelle Designs tritt der POD-Nutzer beim Endkunden als Zulieferer in Erscheinung, ohne selbst physischen Kontakt zur Ware zu haben.2 Zusätzliche Branding-Möglichkeiten unterstützen dieses Prinzip. Mittlerweile existieren ganz unterschiedliche POD-Geschäftsmodelle für verschiedene Nutzer und Anforderungen.

POD-Geschäftsmodelle

Auf den ersten Blick lassen sich die bestehenden Print-on-Demand-Geschäftsmodelle grob in Onlineshops, Kampagnen und Marktplätze unterteilen.

Einzelne Modelle auf einen Blick:

Geschäftsmodelle

Beschreibung

Externe Shops

Shopsysteme wie Shopify sind an eine POD-Plattform angebunden

Plattformgebundene Shops

Onlineshops, die auf der Plattform des POD-Anbieters stattfinden

Crowdfunding-Kampagnen

Zeitlich begrenzte Kampagnen, um z. B. auf soziale Projekte aufmerksam zu machen

Merchandising-Kampagnen

Zeitlich begrenzte und exklusive Kampagnen für Influencer, Bands o. Ä.

Sammelbestellungen

Zeitlich begrenzte Kampagnen für Junggesellenabschiede, Vereine etc.

Markplatzseiten

Marktplätze wie Amazon, auf denen POD-Produkte zum Verkauf angeboten werden

Während einige POD-Anbieter ausschließlich auf ein Geschäftsmodell spezialisiert sind, vereinen andere Anbieter wiederum verschiedene Modelle, um sich breiter aufzustellen. Letzterer Fall bietet den Vorteil, dass ein Nutzer verschiedene Verkaufskanäle unter einem Anbieter mit den gleichen Leistungen bzw. Produkten heranziehen kann.

Wenn zum Beispiel ein Influencer einen plattformgebundenen Onlineshop betreibt und positive Erfahrungen mit den Produkten und dem Service gesammelt hat, kann er guten Gewissens bei demselben Anbieter zusätzlich eine exklusive Merch-Kampagne mit den gleichen Leistungen nutzen.

Seedshirt-Shop

Beispiel: Plattformgebundener Shop (Seedshirt)

 

POD-Nutzer

Welche Geschäftsmodelle sich für welche Print-on-Demand-Nutzer eignen, hängt von den jeweiligen Anforderungen ab. Beispielsweise setzen Influencer eher auf plattformgebundene Shops und Kampagnen, die einen vergleichsweise geringen Aufwand für den Betrieb der Verkaufskanäle erfordern, damit sie sich auf die Content-Creation konzentrieren können. Dahingegen legen Kreative wie Designer großen Wert auf eine individuelle Webpräsenz und greifen auf externe Onlineshops zurück, deren Gestaltung und Unterhalt mehr Kapazitäten in Anspruch nehmen.

Beispiele für POD-Nutzer:

  • Seller (Shirt-Marketer, E-Commerce-Händler, Dropshipper etc.)
  • Kreative (Shirt-/Mode-Designer, Gestalter, Werbeleute)
  • Künstler (Bands/Musiker, Musiklabels)
  • Influencer (Instagrammer, YouTuber, Twitcher)
  • Gruppen (Vereine, soziale Projekte)

Unter den Nutzergruppen selbst bestehen wiederum unterschiedliche Ansprüche. So gibt es beispielsweise Seller, für die ein individuell gestalteter Onlineshop einen hohen Stellenwert hat. Für E-Commere-Händler oder Dropshipper liegt dahingegen die Gewinnmaximierung im Vordergrund, sodass sie sich eher auf die einfache Vermarktung ihrer Produkte über verschiedene Verkaufskanäle wie beispielsweise Marktplätze konzentrieren. Dropshipper führen oftmals neben bedruckten Textilien viele weitere White-Label-Produkte in ihrem Sortiment. POD-Produkte stellen dabei lediglich einen zusätzlichen Verkaufsweg dar.

Leistungen der POD-Anbieter

Nicht nur die Anforderungen an das jeweilige Geschäftsmodell, sondern auch an die Leistungen der POD-Anbieter spielen eine entscheidende Rolle. Alle Nutzer haben größtenteils gemein, dass sie Produkte zur Zufriedenheit ihrer Abnehmer vermarkten und dabei Gewinne erzielen wollen – alles möglichst reibungslos.

Vor diesem Hintergrund stellen die POD-Anbieter verschiedene Leistungen bereit, die ihrem individuellen Kosten-Nutzen-Faktor entsprechen. Ein klassisches Beispiel: Die einen bieten eine hohe Produkt- und Druckqualität zu höheren Preisen an, während andere mit einer geringeren Qualität zur günstigen Preisen aufwarten.

Übersicht der Leistungen:

  • Produkt- und Druckqualität
  • Preise bzw. Gewinnspanne
  • Aufwand (für den Betrieb)
  • Nutzerfreundlichkeit (Backend/Dashboard)
  • Lieferzeit
  • Service
  • Etc.

Die Nutzer müssen für sich abwägen, welche Leistungen für sie und ihre Käufer wichtiger als andere sind und sie entsprechend priorisieren.3 Für einen Designer ist vielleicht eine hohe Qualität bedeutsamer, während ein Dropshipper diesbezüglich zugunsten höherer Gewinnspanne Abstriche macht.

Ebenso können die Bedienfreundlichkeit des Backends, der Kundenservice oder die Lieferzeit wichtige Faktoren sein. Insbesondere die Lieferzeit spielt in Deutschland eine gesonderte Rolle, da die Zahl der deutschen POD-Anbieter noch überschaubar ist und die Beanspruchung ausländischer Dienstleister mit höheren Versandlaufzeiten verbunden ist.

Abbildung Cockpit-Dashboard: Mein Projekt

Beispiel: Abbildung des Cockpit-Dashboards

 

Darüber hinaus warten einige POD-Dienstleister mit zusätzlichen Leistungen auf, wie etwa Branding-Features oder nachhaltigen Maßnahmen. Branding-Optionen sind allen voran für Designer, aber auch für einige Seller von großer Bedeutung, um die eigene Marke zu stärken und Textilien optisch zu veredeln. Das Thema Nachhaltigkeit hat für die Nutzer häufig einen ideellen Wert, um die Umwelt zu schonen. Daneben wird der nachhaltige Aspekt für viele Verbraucher zunehmend zum Kaufkriterium und kann sich positiv auf die Verkaufszahlen auswirken.

Zusätzliche Leistungen:

  • Branding
  • Nachhaltigkeit
Print-on-Demand Branding-Beispiele: Shirt, Hangtag, Verpackung mit Logo-Aufschrift "Your Brand"

POD-Branding-Beispiele: Shirt mit Imprint und Hangag & Versandtasche mit Logo

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Kurzinfo
Print-on-Demand-Anbieter
Name
Print-on-Demand-Anbieter
Description
Print-on-Demand-Anbieter sind White-Label-Lieferanten, die im Auftrag von Sellern u. a. Nutzern Textilien oder andere Print-Produkte bedrucken. Nach den Prinzipien Print-on-Demand und Dropshipping werden die Produkte auf speziellen Plattformen zum Verkauf angeboten.
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